Plastik vermeiden - Einfache Tipps gegen Plastik im Alltag

22. April 2021

Plastik vermeiden - Einfache Tipps gegen Plastik im Alltag 

Wir haben es in der Hand.

Unsere Meere ertrinken in Plastik. Wale und Seevögel, die mit dem Bauch voller Plastik an unsere Strände gespült werden, Mikroplastik in unserer Nahrungskette … Das sind nur einige der zahlreichen Gründe, warum das einst so beliebte und allgegenwärtige Plastik immer mehr in Verruf gerät. Also nichts wie weg mit dem Kunststoff auf Erdölbasis – und am Besten sofort?

Doch das ist leichter gesagt als getan, denn wie wir alle wissen, der Struggle ist auch hier bekanntlich real! Für die meisten Situationen gibt es einfache Tricks, um Plastik entweder ganz zu vermeiden oder auf umweltfreundlichere Alternativen auszuweichen. Wir haben ein paar Tipps für euch zusammengestellt. Let's go!

Alessia

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Wir haben es in der Hand.

 

Plastik ist überall.

Plastik ist der ständige Begleiter unseres Alltags. Wenn man es genau nimmt, könnte man es jedoch eher als unerwünschten Gast bezeichnen. Denn in nahezu jedem Produkt ist Plastik enthalten - vom Smartphone, über die Zahnpasta bis hin zum Duschgel oder das Wattestäbchen. Inzwischen ist wohl allgemein bekannt, dass Plastik nicht nur wertvolle Ressourcen verbraucht, sondern auch ein regelrechter Umweltkiller ist. 

Und das aus diesem Grund: Die meisten Arten von Plastik sind nicht biologisch abbaubar und zerfallen nur sehr langsam in mikroskopisch kleine Teilchen, sogenanntes Mikroplastik, das wiederum ist auch sehr schädlich für uns und die Natur. Unser großes Ziel muss es sein, Plastik dort zu vermeiden, wo aufwendig produzierte Kunststoffe nur kurz in Gebrauch und somit von kurzer Dauer sind. Unser eigener Plastikverbrauch kann schon mit kleinen Änderung unseres alltäglichen Verhaltens drastisch reduziert werden. 

Baumwolle in ihrer natürlichen Form
Rollen an Textilstoffen für die weitere Verarbeitung

Tipp 1: Überflüssige Produkte aus dem Alltag verbannen. 

Shampoo, Spühlmaschinentabs oder Wattestäbchen - Wenn man genau überlegt gibt es eigentlich keinen Grund, diese Artikel in einer Plastikverpackung zu kaufen. Es existieren mittlerweile zahlreiche plastik- und verpackungsfreie Alternativen auf dem Markt.


Bevor wir aber zu den Alternativen kommen, solltest du bei allen Produkten, die du ersetzten möchtest erst einmal deinen bisherigen Bestand aufbrauchen. Nichts ist schlimmer für die Umwelt, als wenn Dinge, die man noch verwenden kann, weggeworfen werden. Das ist Verschwendung und bringt keinem etwas!

Hier ein kleiner Tipp: Du kannst Produkte, die du nicht mehr brauchst oder magst zum Beispiel an Freunde verschenken oder an Organisationen spenden, statt diese wegzuwerfen. 

In der Küche:

  • Strohhalme aus Nudeln, Papier oder Metall
  • Spühlmaschinentabs/-pulver ohne Mikroplastik und plastikfrei verpackt
  • Frischhaltefolie ersetzen durch Bienen-/Soyawachstücher oder Tupperdosen
  • Waschbare Schwämme und Küchentücher
  • Weniger Essen bestellen: Mehr selber kochen und weniger liefern lassen - Lieferdienste packen meistens alles in Plastik ein!
  • Recycelte Küchenrollen und Taschentücher
  • Kaffee & Tee: Losen Tee kaufen und bei einer Kaffeekapselmaschine die Kapseln ersetzen durch eine wiederverwendbare Kapsel aus Metall.

Im Bad

  • Festes Shampoo und (Dusch-)Seifen von zahlreichen Anbietern
  • Festes Deo
  • Kosmetikartikel frei von Kunstoffen/Mikroplastik
  • Bambuszahnbürsten
  • Wattestäbchen aus Plastikalternativen: Bambus, Holz oder Papier und plastikfrei verpackt
  • Rasierer mit auswechselbaren Rasierklingen 
  • Nachhaltige Alternativen für Damenhygieneprodukte (Menstruationstassen, Periodenhöschen, waschbare Binden)
  • Recyceltes Klopapier und Verzicht auf Feuchttücher

Im Haushalt

  • Putzmitteltabs in wiederverwendbaren Sprühflaschen
  • Spühlmaschinentabs/-pulver ohne Mikroplastik und plastikfrei verpackt
  • Waschmittel/-pulver ohne Mikroplastik

Sonstiges:

  • Spielzeuge für Haustiere und Kinder aus Holz oder Naturfasern kaufen
  • Geschenkpapier: Geschenke in Zeitung einpacken.

Tipp 2: Mehrweg statt Einweg.  

Mehrweg kaufen und bewusst auf Einwegverpackungen verzichten. In Supermärkten gibt es häufig Alternativen zu Plastikverpackungen: Jogurt, Milch, Sahne, Öl, Ketchup oder Senf kann man auch in Glasflaschen kaufen. 


Aber auch Trinkflaschen aus Metall oder anderen Materialien zum Wiederbefüllen können den Plastikverbrauch drastisch verringern. Speziell in Deutschland, wo die Qualität unseres Leitungswassers von sehr guter Qualität ist, lohnt es sich darauf auch zurückzugreifen. Leitungswasser ist circa 100 mal preiswerter als Mineralwasser aus Flaschen und wird direkt frei Haus geliefert. 


Tipp 3: Auf Plastikbeutel verzichten

Jährlich werden 3,6 Milliarden Plastiktüten in Deutschland verbraucht – mit einer durchschnittlichen Gebrauchsdauer von nur 25 Minuten. Gerade Obst und Gemüse ist durch seine natürliche Schale bereits verpackt und geschützt. Zuhause putzen, reinigen und kochen wir das Obst und Gemüse eh noch einmal. Bananen, Paprika, Karotten oder Äpfel kann man auch mit gutem Gewissen aufs Band im Supermarkt legen! 


Unser Tipp: Sich einfach immer einen Jutebeutel für den Supermarkt in den Rucksack oder die Handtasche legen.

Tipp 4: Kaffee-Becher selber mitbringen statt "To go"


Auch für den morgendlichen Kaffee vom Bäcker nebenan gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, um dabei auch auf einen Einwegbecher zu verzichten, der dann sowieso wieder weggeworfen wird. Es existieren bereits unzählige Anbieter auf dem Markt, die Mehrwegbecher verkaufen, sogar welche zum Zusammenfalten! Die kann man dann ganz easy in der Tasche verstauen.

PET-Recyceltes Polyester

Berge aus Plastikmüll auf einer Mülldeponie

Auch die Verwendung von Kunstfasern wie Polyester in der Modeindustrie leistet dazu einen nicht unerheblichen Beitrag. Die Grundlage dieser Faser ist Öl, das viele Tausend Jahre benötigt, um zu entstehen. Somit ist Polyester eine nicht biologisch abbaubare Kunstfaser und aufgrund seiner enormen Widerstandsfähigkeit benötigt es mehrere hundert Jahre, um zu verrotten. So viel Zeit haben wir bekanntlich nicht!


Die Lösung zu diesem Problem? Nun ja, eigentlich ziemlich einfach. Recycling! Lieber Altes wiederverwenden, anstatt neu zu produzieren. Denn die Herstellung immer wieder neuer Materialien schädigt die Umwelt und ist auch der Grund für Ressourcenknappheit. 

Außerdem sollte auch nicht das Problem mit den wintzig kleinen Plastikteilchen unbeachtet bleiben. Diese sind euch vielleicht besser bekannt als Mikroplastik. Dieses setzt sich bei Waschgängen frei und wird in unser Abwasser gespült. 


Natürlich sollte in der Regel gänzlich auf den Einsatz von künstlichen Fasern verzichtet werden, wenn das jedoch (noch) nicht möglich ist, kann eben erstmal auf recyceltes Plastik zurückgegriffen werden. Das ist schon mal ein würdiger Anfang. Beim Recycling Prozess wird meist auf PET-Flaschen zurückgegriffen, diese werden eingeschmolzen um daraus neue Polyesterfasern herzustellen. Die Freisetzung von Mikroplastik kann hierbei zwar auch nicht komplett verhindert werden, ist aber weitaus geringer, als bei neu gefertigtem Polyester.

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Progress.

Not perfection.


Wir bei Pangu versuchen ebenfalls unseren Beitrag für den Erhalt unserer Umwelt zu leisten. In einem ständigen Prozess wollen wir unsere Produkte optimieren und unser wirtschaftliches Handeln nachhaltig gestalten. Für unsere Produkte bedeutet das konkret, dass ab April sämtliche Shirts, Sweater und Hoodies ausschließlich aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle und PET-recyceltem Polyester gefertigt werden. 

Das nächste Mal geht es um die GOTS-Zertifizierung - was man darunter versteht und wozu sie nützlich ist.

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